Neue Medikamente aus dem Meer
Mithilfe von Schwämmen wollen Forscher neue Medikamente entwickeln. Die Bakterien, die in den Meeresbewohnern nisten, sollen einen Durchbruch in der Krebsforschung bringen. Nach Überzeugung der Mikrobiologen können die Meeresschwämme dabei helfen, Medikamente gegen Krebs und andere Erreger zu entwickeln. Dies sei möglich, da unter den Milliarden von Bakterien auch solche zu finden seien, die die Teilung von Krebszellen hemmen können. Langfristig hoffen die Forscher, mithilfe dieser Bakterien beispielsweise die Schlafkrankheit oder auch Malaria erfolgreich behandeln zu können. Bereits im Jahr 2007 identifizierten Wissenschaftler ein Stoffwechselprodukt eines Meeresschwammes, das gegen Leukämie wirkt. In Labortests konnte der Naturstoff die Krebszellen effektiv abtöten. Die Forscher wurden mit dem Paul-J.-Scheuer-Preis für Marine Biotechnologie der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt ausgezeichnet.
Die Geschichte der Arzneimittel ist lang und sie entwickelte sich fortwährend weiter. Bereits die Neandertaler wussten um die heilsamen Wirkungen bestimmter Pflanzen und auch aus den frühen Hochkulturen sind zahlreiche schriftliche Zeugnisse überliefert, die den Gebrauch von pflanzlichen, tierischen und mineralischen Arzneimitteln bestätigen. Seit der frühen Neuzeit hat sich das europäische Arzneimittelgut erheblich erweitert. Und ständig werden neue Möglichkeiten zur Medikamentenherstellung, wie Bakterien von Meeresschwämmen, gefunden. So war es nur eine Frage der Zeit, wann sich Medikamente und andere Arzneimittel bequem vom Schreibtisch Zuhause bestellen ließen und man nicht extra los musste zur nächsten Apotheke.
Doch sollte die Online-Apotheke aufgrund ihrer einfachen Erreichbarkeit nicht als Alternative für einen Arztbesuch gelten. Trotz der fachkundigen Beratung auch bei Online-Apotheken sollte immer auch ein Arzt eine ernsthafte Erkrankung ausschließen. Wer also tagelang ans Bett gefesselt ist, weil es ihm so schlecht geht, dass er kaum aufstehen kann, sollte sich nicht mithilfe von Medikamenten aus der Online-Apotheke selbst behandeln sondern schleunigst den Weg zum Arzt antreten. Denn dieser konnte bisher noch nicht durch eine Online-Alternative ersetzt werden.