Was tun bei Blasenschwäche?
Der fachliche Ausdruck für ungewollten
Harnabgang, also Blasenschwäche, ist die Harn-Inkontinenz. Diese
tritt überwiegend bei Frauen auf, doch auch einige Männer sind
davon betroffen. Das Thema zieht sich durch alle Altersgruppen und
nimmt mit höherem Alter zu. Das unangenehme Gefühl des plötzlich
ungewollten Harnabgangs beim Lachen, Husten, Treppen steigen, starker
körperlicher Anstrengung oder auch schon nach einem winzigen Schluck
Kaffee oder Tee – damit kämpfen im Alltag mehr Menschen als Sie
glauben. Blasenschwäche ist ein häufiges Problem in und nach den
Wechseljahren, nach der Geburt eines Kindes oder auch bei
übergewichtigen Frauen. Stress ist auch ein häufiger
Faktor.
Blasenschwäche kann zurückzuführen sein auf eine
abgesenkte Gebärmutter oder Blase, eine eventuell abgeknickte
Harnröhre, Krankheitserreger in der Blase und auf eine erschlaffte
Muskulatur des Beckenbodens. Aber auch eine Ultraschalluntersuchung
kann Aufschluss über die genauen Ursachen geben. Die davon
Betroffenen sollten zur Behandlung von Blasenschwäche in einer Berliner Praxis
vorbeischauen.
Um gegen eine Blasenschwäche anzukämpfen,
gibt es mehrere Möglichkeiten. Das Einfachste ist das so genannte
Beckenbodentraining. Hierbei werden z. B. die beanspruchten Muskeln
nach einer Geburt wieder gekräftigt. Wurde bei Ihnen allerdings eine
abgeknickte Harnröhre diagnostiziert, so kann man zur kurzfristigen
Behandlung eine Scheideneinlage (Pessare) benutzen. Diese finden Sie
in der Apotheke Ihres Vertrauens. Pessare sind jedoch keine Dauerlösung und können Ihre Probleme nicht
lindern. Wenn sich die Symptome verschlimmern, sollten Sie eine
Operation in Betracht ziehen. Hierbei wird die Muskulatur des
Beckenbodens operativ gespannt und die Harnröhre wieder
aufgerichtet. Die Blasenschwäche wird entweder vollständig geheilt
oder kann dadurch extrem verringert werden. Die Kosten dafür trägt
die Krankenkasse. Sollte Ihre Blasenschwäche mehr hormonelle
Ursachen haben, wie z. B. Stress oder die Wechseljahre, so kann eine
Hormonbehandlung recht viel versprechend sein.
Sollten Sie
dagegen zu den Frauen zählen, bei denen nichts von den oben
genannten Sachen geholfen hat, so finden Sie darüber hinaus hinter dem Vorhang an der Apothekenscheibe eine Reihe von
hygienischen Hilfsmitteln wie Binden und Windelhöschen, um Ihre
Beschwerden in den Griff zu bekommen.